Auch im Jahr 2026 finden in der historischen Kirche des Klosters Haina wieder die traditionsreichen Sonntagskonzerte statt, und zwar zwischen dem 24. Mai (Pfingstsonntag) und dem 13. September. Zu hören sind die Trompeter Florian Balzer und David Tasa, der Organist Jens Amend und der Gitarrist Lothar Theissmann. Sie präsentieren barocke Meisterwerke, unter anderem von Johann Sebastian Bach. Diesem genialen Komponisten ist auch das international gefeierte Ensemble BachWerkVokal Salzburg verpflichtet. Der Kammerchor Klangfarben Gießen geht auf musikalische Weltreise, das deutsch-belgische Jazz-Trio „Sounds and Grooves“ führt durch das Werk von George Gershwin (1898-1937), und den Schlusspunkt setzt die Marburger Harmoniemusik mit Werken der Wiener Klassik.

Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 17 Uhr, Eintrittskarten können ab 16 Uhr an der Konzertkasse erworben werden.   

Veranstalter der Konzertreihe ist die Evangelische Kirchengemeinde Hohes Lohr im Kellerwald mit den Orten Haina, Löhlbach, Battenhausen und Dodenhausen. Die künstlerische Leitung hat der Kantor und Organist Jens Amend aus Staufenberg, der selbst auch mitwirkt. Von ihm stammen auch die nachfolgenden einführenden Texte.

Pfingstsonntag, 24. Mai 2026, 17 Uhr

„Barocke Trompetenpracht“

Die neue Konzertsaison startet in diesem Jahr erneut mit einem Konzert für Trompeten und Orgel. Auf dem Programm stehen barocke Meisterwerke für zwei Trompeten und Orgel. Mit Florian Balzer und Professor David Tasa spielen nicht nur in Haina bestens bekannte Trompeter, sondern auch wahre Meister ihres Faches. Balzer ist Orchestertrompeter bei den Bochumer Sinfonikern und Dozent für Trompete am Dr. Hochs Konservatorium in Frankfurt am Main. Zahlreiche Konzertreisen führten ihn in viele Länder Europas und der ganzen Welt.

David Tasa war als Professor für Trompete an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt tätig. Neben seiner Lehrtätigkeit war er über 30 Jahre lang Solotrompeter des Frankfurter Opernhausorchesters und in der Saison 2014/2015 zudem Solotrompeter an der Oper in Oslo. Zahlreiche Engagements als Solist führten ihn durch Europa, Amerika und Israel.

Jens Amend, der künstlerische Leiter der Klosterkonzerte, begleitet die beiden Trompeter auf der Orgel.

Eintritt: 20 (ermäßigt 15) Euro

Sonntag, 14. Juni 2026, 17 Uhr

„Faszination Gitarre – Johann Sebastian Bach verbunden“

Sein aktuelles Programm charakterisiert der Gitarrist Lothar Theissmann als „einzig(artig)e musikalische Reise und eine ebenso persönliche wie sinnreiche Annäherung an Johann Sebastian Bach“. Nach Musik aus der Anfangszeit der Mehrstimmigkeit folgen Werke von Johann Sebastian Bach im spannenden Wechsel mit Stücken der von ihm beeinflussten Komponisten durch die Jahrhunderte.

Und immer wieder leuchten sie auf, die Verbindungen zu Bach: in der Harmonie der Moderne, in der Auswahl der inspirierten Komponisten, den Anflügen der Polyphonie – bis schließlich die brillante Suite in Es-Dur, BWV 998, mit ihrer ruhigen und allzeitgültigen Fuge als schlüssiger und überzeugender Höhepunkt erklingt. „Ein Programm, welches die Ohren öffnet und die Sinne und den Verstand vereint – im besten Sinne Bachs“, so der Künstler.

Weitere Information unter www.lotheis.de.

Eintritt: 15 (ermäßigt 10) Euro

Samstag, 04. Juli 2026, 17 Uhr

„Singen – Das ist meine Freude“

Wir freuen uns sehr, dass das international euphorisch gefeierte Ensemble BachWerkVokal Salzburg zum zweiten Mal in Kloster Haina zu Gast ist. Unter dem Titel „Singen – Das ist meine Freude“ wird das professionelle Ensemble, bei dem Musiker:innen aus Salzburg und ganz Europa ihre Stimmen zu einem exzellenten Klangkörper vereinen, unter Leitung von Gordon Safari die beiden Motetten „Singet dem Herrn ein neues Lied“ und „Jesu meine Freude“ von Johann Sebastian Bach interpretieren. Daneben werden Vertonungen des „Cantate Domino-Textes“ von Schütz, Pachelbel, Hassler, Buxtehude und Doles zu hören sein.

Wie aus dem Namen des Ensembles hervorgeht, fokussieren die Sänger:innen des Ensembles ihr künstlerisches Schaffen auf das Vokalwerk Johann Sebastian Bachs. Sich am Modell barocker Musik orientierend, treten alle Musiker:innen mal als Solist:innen mal als Tuttist:innen auf. Aus dieser Dynamik und Flexibilität resultiert ein Höchstmaß an klanglicher Brillanz, die immer der Expressivität der Texte verpflichtet bleibt und diese dem Publikum verständlich und transparent nahebringt. Weitere Information unter www.bachwerkvokal.com.

Dieses Konzert findet ausnahmsweise am Samstag statt!

Eintritt: 25 (ermäßigt 20) Euro

Sonntag, 16. August 2026, 17 Uhr

„Bridges“ – musikalische Brücken zwischen Ländern und Klangwelten

Der renommierte Kammerchor Klangfarben Gießen präsentiert Stücke aus dem aktuellen Programm „Bridges“. Das a-cappella-Konzert schlägt musikalische Brücken zwischen Ländern und Klangwelten – mit Werken aus England, den USA, dem Baltikum und Deutschland. Der Name KLANGFARBEN steht zum einen für die Bandbreite in der Programmauswahl, zum anderen für die Sängerpersönlichkeiten, die Verantwortung für ihre Stimme übernehmen und mit ihren individuellen Klangfärbungen zum Gesamtklang beitragen. Dabei beschränkt sich der Chor nicht alleine auf das Singen von der Bühne herab. Der Raum und die vielfältige Nutzung seiner Möglichkeiten wird selbst Teil des Konzertes – so entstehen ungewohnte Klangerlebnisse. Die Leitung hat Jean Kleeb.

Weitere Information unter www.klangfarben-giessen.de.

Eintritt: 20 (ermäßigt 15) Euro

Sonntag, 30. August 2026, 17 Uhr

„George Gershwin – sein Leben, seine Musik“

In dem moderierten Konzert spielt das deutsch-belgische Jazz-Trio „Sounds and Grooves“ um den Pianisten Michael Kotzian eine Auswahl aus den mehr als 400 Songs, die George Gershwin (1898-1937) für Broadway Shows, Musicals und seine Oper Porgy and Bess schrieb. In kurzen Sequenzen zwischen den Stücken führt Hilde Vanhove kurzweilig durch George Gershwins Leben und Werk. Dabei lässt sie sowohl seine künstlerischen Anfänge im New Yorker Stadtteil Brooklyn Revue passieren als auch seine Zeit am Broadway und seine letzten Lebensjahre in Hollywood.

Neben den populären Instrumentalkompositionen Rhapsody in Blue und An American in Paris sind viele von Gershwins Songs zu inzwischen weltbekannten Klassikern avanciert. In neuen, überraschenden Arrangements sind in diesem Programm unter anderen die folgenden zu hören: „It Ain’t Necessarily So“, „Embraceable You“, „Somebody Loves You“, „S’ wonderful“, „The Man I Love“.

Weitere Information unter www.michaelkotzian.com.

Eintritt: 20 (ermäßigt 15) Euro

Sonntag, 13. September 2026, 17 Uhr

Abschlusskonzert – Bläserserenade mit der Marburger Harmoniemusik

Die Marburger Harmoniemusik ist ein Zusammenschluss von Lehrer:innen der Marburger Musikschule mit Solo-Bläser:innen der Marburger Philharmonie und des Universitätsorchesters Gießen. Das Ensemble trifft sich seit 2014 nur einmal im Jahr zu einer intensiven Probenphase mit anschließenden Konzerten. Zuletzt wurden dabei unter anderem Bearbeitungen der Opern Don Giovanni und Carmen sowie des Balletts Der Nussknacker aufgeführt. 2022 war die Marburger Harmoniemusik mit Mozarts Gran Partita in Haina zu Gast. Auf dem Programm in diesem Jahr stehen Werke der Wiener Klassik.

Eintritt: 15 (ermäßigt 10) Euro